Deine und meine Tipps für einen einfachen Familienalltag – Zusammenfassung der Blogparade Teil 1

Blogparade-FamilienalltagHeute endet sie, meine zweite Blogparade seit ich zu Bloggen begonnen habe. Ich habe dich Anfang März nach deinen drei besten Tipps gefragt, die den Familienalltag vereinfachen.

Es sind eine ganze Reihe wunderbare Blogbeiträge entstanden, die ich nächste Woche in einem Artikel zusammenfassen werde. Und nachdem es wirklich mehr als 10 Beiträge sind, wird es auch das versprochene E-Book geben.

Es ist aber auch eine ganze Reihe von wunderbaren Tipps bei mir angekommen, die mir per E-Mail geschickt oder im Kommentarfeld gepostet wurden.

Vielen, vielen Dank euch allen fürs Mitmachen. Den einen oder anderen Tipp hab ich auch schon für mich adaptiert.

Und damit du, liebe Leserin, lieber Leser, auch diese Tipps zu lesen bekommst, werde ich alle „bloglosen“ Tipps in diesem Blogartikel zusammenfassen. Das habe ich ja auch versprochen.

Ach ja, und fast hätte ich es vergessen. Ich habe ja auch versprochen, dir in diesem Artikel auch meine drei besten Tipps zu verraten.

Aber zunächst die Tipps der Teilnehmer.

3 Tipps von Christine Kempkes, Christine Kempkes Coaching

  1.  Locker bleiben – die eigenen Ansprüche herunterschrauben. An mich und an andere. Ein unaufgeräumtes Wohnzimmer oder auch „mal“ (nicht immer!) die Pizza vom Lieblingslieferanten bringen niemanden um. Dauernd schlechte Laune angesichts nicht erfüllter Ansprüche macht aber schon unglücklich. Nicht nur mich, auch die Familienmitglieder.
  2. Kleinkram sofort erledigen. Das Waschbecken nach dem Zähneputzen direkt wischen. Die dreckige Wäsche vorsortiert sammeln und ab in die Waschmaschine, wenn ein Korb voll ist. Die Post sofort sortieren: kann weg (Altpapiertonne!) – Ablage (Körbchen!) – zu bearbeiten (anderes Körbchen!). Und so weiter. So staut sich Kleines nicht zu Großem auf.
  3. Humor! Bringt Leichtigkeit in den Alltag, wenn ich über mich selbst lachen kann und wir alle über uns. Zugegeben: mit pubertierenden Kindern nicht gerade der einfachste Tipp ;-))

4 Tipps von YveeB, sew and so on

Zum Haushalt von YveeB: 2 Erwachsene, 2 Kinder (3&7), Hund, Katze und Fische. Ihre vier Tipps sind:

  1. Bügeln auf das Minimum reduzieren. Die nasse Wäsche entweder kurz ausschlagen und direkt auf Bügeln hängen (sortiert nach Personen) oder kurz in den Trockner und dann auf Bügeln hängen. Danach direkt in den Schrank hängen. Im Winter sind die meisten Sachen unter Pullis versteckt, Hemden unter Sakkos und Krawatte, Kindersachen werden grundsätzlich nie gebügelt, da sie nach 10 Minuten spätestens Flecken drauf haben. Im Sommer kann man die Sachen auch draußen von den Wind getrocknet und „gebügelt“ werden.
  2. Am Abend vorher den Frühstückstisch decken und die Kinderklamotten rauslegen.
  3. Wenn man weg ist, ist man weg. Wenn ich beruflich unterwegs bin, passen andere (zwangsweise) auf meine Kinder auf. Ich gebe Kindergarten, Schule und die Kindern die Notrufnummern (Ehemann und Kinderfrau) und verlasse mich drauf, dass diese Leute im Notfall angerufen werden. Falls (was schon mal passiert ist) ich noch angerufen werde, verweise ich drauf, dass ich handlungsunfähig bin. Ich bin dann räumlich weit weg. Ich bitte sie eine dieser anderen Nummern anzurufen. Nach eine Weile weiß jeder, dass es sich nicht lohnt mich anzurufen, weil eine Vesper fehlt. Natürlich wäre ich im echten Notfall schnell auf dem Weg heim, aber ansonsten habe ich dadurch eine wunderbare geistige Freiheit gewonnen.
  4. Eine gute selbständige Freundin von mir vergleicht das Familienleben mit das Familienbett. Einer hat immer keine Decke. Es bedeutet Frau muss damit leben und es auch leben, dass immer eine andere zu kurz kommt. Es muss nicht immer die Mutter sein. Sie muss nicht die Dienstleisterin von allen sein. Sie darf auf Ihre Kosten kommen. Es ist niemand umgekommen, weil er seine Sachen vergessen hat. Es wird kein Vesper/Sportsachen/Hausaufgabenheft in die Schule/Kindergarten vom Mama gebracht. Wenn Kinder eine Woche lang abends Grießbrei essen (bei Projektabgabe der Mutter), leben die noch. Auch ein Hund kann zwei Tage lang auf lange Spaziergänge verzichten. Klingt hart in unsere „kindergehenvoralles“ Gesellschaft, aber so erzieht man Kinder, die lernen selbständig zu sein und dass das Leben nicht perfekt ist. Und ganz nebenbei lernen sie, dass die Arbeit der Mutter genauso wichtig ist, wie ihre Bedürfnisse und die Arbeit vom Papa.

3 Tipps von Annette

  1. Ich benutze einen Kalender, in den alle Familienmitglieder ihre Termine eintragen können und in den ich auch dienstliche Termine eintragen kann. So habe ich immer alle Termine im Blick und weiß, welche Zeitfenster belegt sind. Und die anderen wissen, an welchen Tagen ich dienstlich unterwegs bin (oder einen privaten Termin habe). Da ich mehrere Arbeitsplätze habe, muss das ein online verfügbarer Kalender sein, den ich an jedem Computer aufrufen kann. Für diesen Zweck hat sich für mich der Google-Kalender bewährt. Falls Ihr eine Alternative für mich habt, die den Datenschutz stärker berücksichtigt als der große amerikanische Datenriese, immer her damit.Übrigens benutze ich auch einen online verfügbaren Aufgabenplan. Ich habe mich für remember the milk (RTM) entschieden, ein kleines unabhängiges Projekt aus Australien. Hier trage ich alles ein, an das ich denken muss. Das können Kleinigkeiten sein wie das in der Bibliothek abzugebende Buch, aber auch langfristige Aufgaben wie die Erneuerung des Familiengrabes in 2017 oder der zu erneuernde Personalausweis in 2021. So habe ich an alles meinen Arbeitsplätzen präsent, was ich heute an diesem Ort tun muss. Große Projekte wie Buchprojekte oder zu organisierende Tagungen zerlege ich in möglichst kleine konkrete Aufgaben und terminiere sie so, dass ich genug Zeit habe, um sie abzuarbeiten.
  2. Und dafür nutze ich gern die Tabellen in Excel. Egal welches Projekte, hier kann ich große Aufgaben in kleine zerlegen, auf Kalenderwochen verteilen und vieles mehr.Übrigens nutze ich Excel auch für Listen aller Art, die ich jedes Jahr aktualisiere: Wünsche meiner Lieben bzw. Ideen für Geschenke, die ich während des ganzen Jahres aufschnappe, eigene Wünsche (weil mir kurz vor meinem Geburtstag nie welche einfallen), zu schreibende Weihnachts- und Urlaubskarten (hier halte ich auch fest, von wem ich selbst Post bekommen habe) und Reiselisten. Übrigens ordne ich Reiselisten nach Urlaubsorten, und ich schreibe jeweils auch das Datum und das Wetter hinzu. Nach dem Urlaub gucke ich mir dann nochmal die Liste an und notiere in vier Spalten, was ich viel, wenig oder gar nicht gebraucht habe und was ich gerne am Urlaubsort dabei gehabt hätte.
  3. Ich mache mir klar, was mir im Haushalt wichtig ist, und betrachte die Zeit, die ich für diese Dinge aufwende, als wichtige Zeit und als Entspannung.Da ich in der glücklichen Lage bin, große Teile der Hausarbeit delegieren zu können, mache ich relativ wenig Hausarbeit (dafür aber relativ viel Berufsarbeit). Da ich in manchen Dingen andere Vorstellungen habe als meine Familie, muss ich dann ab und zu doch selbst Hand anlegen. Früher habe ich mich darüber geärgert, weil mir die Arbeit über den Kopf wuchs. Heute betrachte ich es als Zeit, die ich für etwas verwende, das mir sehr wichtig ist und dazu beiträgt, dass ich zufriedener bin und besser (beruflich) arbeiten kann. Und so kann ich es bewusst als Entspannungszeit einplanen. Wenn ich Hausarbeit nicht als etwas bewerte, das ich neben der Arbeit auch noch machen muss, sondern als etwas, was mir hilft, damit ich mich wohl fühle, bekomme ich eine völlig neue Beziehung dazu und kann es zu einem wichtigen Teil meines Lebens machen. (Ab und zu nimmt allerdings die Berufsarbeit überhand und ich schaffe es nicht, zwischendurch mal aufzuräumen, die Handtücher zu wechseln oder meine Wäsche zu legen. Dann motiviere ich mich damit, mir vorzunehmen, in so und so vielen Tagen oder Wochen oder nach dem Projekt xy einen Hausarbeitstag einzulegen – und das genieße ich dann richtig.)

3 Tipps von Clarissa

Clarissa ist eine junge, berufstätige Mama von einem aufgeweckten kleinen Mann, für die es manchmal gar nicht so leicht ist, nicht wahnsinnig zu werden. Vor 4 Jahren war sie für einige Monate wegen der Diagnose Burnout außer Gefecht gesetzt und musste so ihr Leben neu ordnen. Die wichtigsten Lehren/ Tipps, die sie daraus gezogen habe:

  1. Nicht alles zu ernst nehmen
    Ich gehöre leider zu den Menschen, die sich immer alles zu Herzen nehmen und an Sachen länger zu knabbern haben, als andere. Vor allem Sätze im Alltag, die vielleicht gar nicht so gemeint waren, verunsichern mich – rauben Energie – und damit Nerven für die Familie. Ich zwinge mich seit dem, nicht immer alles an mich heranzulassen, auch wenn es wirklich nicht so einfach ist – aber nur so habe ich die Kraft, für meine Familie dazu sein.
  2. Gedankenstützen/ Planung
    Um einen freien Kopf zu haben, ist es mir wichtig einen “Ort” zu haben, wo ich all meine Gedanken, Termine, Sorgen usw. eintragen kann – einfach um es aus dem Gedankenkarussell los zu sein. Seitdem habe ich immer einen Taschenbuchkalender drin, in dem alles landet, was irgendwie wichtig sein könnte. Wichtige Termine kommen dann noch mal in einen großen Kalender im Flur – der ist für unsere ganze Familie. So haben Mann und Kind auch die Möglichkeit alles im Blick zu behalten und mich notfalls auch einfach zu erinnern. Früher wollte ich das immer alles so perfekt wie möglich machen und selbst an alles denken. Aber wenn man viel um die Ohren hat, ist das leider gar nicht so einfach.
  3. Es sich manchmal auch einfach machen
    Früher wollte ich den perfekten Haushalt haben. Mit 1.000 Mittelchen habe ich gegen das Chaos gekämpft, weil ich irgendwie dachte, dass es unbedingt irgendein bestimmter Reiniger für einen Gegenstand sein muss. Inzwischen mache ich es mir da einfacher und nutze Kombiprodukte wie Allzweckreiniger, statt da 5 Putzmittel stehen zu haben. Oder Kokosöl zum Kochen und Hautpflege – apropos, weniger Kosmetik habe ich zu Hause auch. Es klingt vielleicht seltsam, aber dadurch, das weniger in den Schränken steht, fühlt sich die Seele auch leichter an.

3 Tipps von (einer weiteren) Annette

  1. Was ziehe ich an?
    Wir alle (Mann, 2 Mädels 6 und 9 Jahre und ich) legen uns abends schon die Kleidung für den nächsten Tag heraus, dann fängt der Morgen viel entspannter an.
  2. Jedes Ding hat seinen Platz
    Ein Dauerprojekt, an dem wir täglich arbeiten.
    Bespieltes wird aufgeräumt, bevor das nächste angefangen wird.
    Wir versuchen allen Sachen einen Platz zu geben. Angestrebtes Ziel ist auch: Weniger ist mehr! Entrümpeln ist angesagt! Dabei fallen uns immer wieder Dinge in die Hände, mit denen die Mädels nicht mehr spielen möchten – wir sammeln diese Sachen und spenden sie dann den Migrantenfamilien bei uns am Ort.
  3. Wochenspeiseplan
    Sonntags besprechen wir den Speiseplan der kommenden Woche. Montags mache ich dann den Großeinkauf, so dass ich nicht ständig Zeit beim Einkaufen verbringe. Das hat mir in den letzten Monaten schon viel Stress genommen.
    Unbedingt empfehlen möchte ich auch das Buch “Die magische Küchenspüle” – flyladie auf Deutsch!
    Ich bin gerade in der Erprobungsphase und finde das System gut durchdacht. Nach dem Anziehen ziehe ich mir jetzt immer auch im Haus feste Schuhe an – ich fühle mich motivierter, aktiver und stehe in meinem Haushalt fest auf beiden Füßen (da gibt es noch ´ne Menge zu tun!). Außerdem gibt mir die inzwischen saubere Küchenspüle ein gutes Gefühl, wenn ich in die Küche komme! Probiert es doch mal aus.

3 Tipps von Sandra Heim, MamaRevolution

  1. Abends die Klamotten für den nächsten Tag rauslegen. (Spart eine Menge Rum Gerenne am Morgen)
  2. Für Mompreneurs: Klare Business Zeiten festlegen, kommunizieren und einhalten.
  3. Smartphone in den Tresor legen in der gemeinsamen Familienzeit!

Und nun folgen noch meine drei besten Tipps, die den Familienalltag vereinfachen.

  1. Das Verursacherprinzip
    Wer die Milch verschüttet, wischt sie auch auf. Oder wer das Chaos verursacht hat, beseitigt es auch wieder. Da bin ich wirklich streng. Ich lasse mich damit nicht zum Dienstmädchen degradieren und meine Tochter lernt Verantwortung für ihr Tun zu tragen.
  2. Weniger Dinge – mehr Zeit
    Ich habe schon sehr viel von meinen Dingen entrümpelt und entrümple immer noch stetig. Und ich überlege mir inzwischen bei allem, was ich kaufen möchte, ganz genau, wie viel mich der Gegenstand kostet, und zwar nicht nur Geld sondern auch Zeit. Wenn der Aufwand, den dieser Gegenstand produziert, zu viel ist, verzichte ich gerne.
  3. Delegieren
    Familie ist für mich ein Team, in dem alle zusammen Spaß haben, in dem aber auch alle zusammen die anfallenden Arbeiten erledigen. Deshalb verteilen wir jeden Sonntagabend die Arbeiten im Haushalt für die kommende Woche gerecht auf alle. Und mit gerecht meine ich, dass sich jeder so einbringt, wie es sein Zeitbudget erlaubt. Das heißt auch, dass ich mir Hilfe von außen hole, wenn es nötig ist.

 

Das waren doch schon ein paar wunderbare Tipps, die auch deinen Familienalltag vereinfachen können. Nächste Woche gibt es dann die Fortsetzung, wenn ich für dich alle Blogartikel zu dieser Blogparade zusammenfasse.

Entspannte Grüße
Birgit

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  1. […] Letzte Woche habe ich schon alle Tipps, die ich per Mail oder im Kommentarfeld bekommen habe, in einem Artikel zusammengefasst. […]

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