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7/1 – Woche 31 UND Blogpause

Letzte Woche haben wir uns – nach eine Woche Ferien – nun über die Schulsachen hergemacht und kräftig aussortiert. Hat unsere Tochter in der Grundschule noch alle Hefte aufbewahrt (sie lagern sortiert nach Klassen in Kisten im Dachboden und werden dort von Zeit zu Zeit wiederentdeckt und durchgestöbert), werden seit dem Gymnasium die meisten Hefte sofort nach Schuljahresende entsorgt. Nur manche Theoriehefte bleiben, um eventuell nochmal nachsehen zu können im neuen Schuljahr. Beim Rest ist sie rigoros, das fliegt alles ins Altpapier. Wenn die Hefte noch nicht ganz vollgeschrieben sind, reiße ich die leeren Seiten oft noch als Schmierpapier heraus.  Und wenn umgekehrt nur ein paar Seiten voll waren, reiße ich diese heraus, und das Heft kann noch einmal verwendet werden. Weiterlesen

7/1 – Woche 29

Heute fällt es mir wirklich schwer über so etwas Banales wie das Entrümpeln zu schreiben, nach allem, was letzte Woche passiert ist. Vor allem der Amoklauf in München hat mich zutiefst erschüttert, habe ich dort ja selbst einmal sieben Jahre gewohnt und noch immer Freunde dort (denen zum Glück allen nichts passiert ist).  Meine Gedanken sind bei allen, die bei diesen schrecklichen Ereignissen letzte Woche geliebte Menschen verloren haben, bei allen, die verletzt und traumatisiert sind.

Heute Morgen habe ich im Radio ein Interview mit einer Mutter gehört, deren Tochter sich während des Amoklaufes im Olympia Einkaufzentrum befunden hat. Dieses Mädchen wünscht sich jetzt vor allem, wieder zur Normalität zurückzukehren. Sie möchte wieder zum Sport gehen, in die Schule, und sie möchte nicht mehr gefragt werden, wie es ihr geht oder wie sie das ganze erlebt hat. Sie möchte einfach wieder ihr Leben leben. Und noch etwas hat diese Mutter erzählt. Das Mädchen war gerade in der Umkleide, als die Schüsse fielen, und ist in Socken geflohen. Diese Socken, zerlöchert, verdreckt, wird die Familie in der Wohnung aufhängen als Erinnerung daran, sich nicht über Banalitäten aufzuregen. Weiterlesen

7/1 – Woche 28

Ich bin schockiert! Über mich! Ich habe im Abstellraum im Dachboden noch einmal leere Kartons und noch eine ganze Kiste leere Ordner gefunden.

7-1 - Woche 28

Die sieben Schuhkartons, von denen ich rede, haben mich schon die ganze Zeit über aus einem Regal in der Ecke angegrinst. Aber irgendwie hat mein Gehirn nicht registriert, dass es sieben Stück sind.

Ich weiß auch ganz genau, warum ich sie aufbewahrt habe. Wir packen vor Weihnachten immer Schuhkartons für die Humedica-Aktion „Geschenk mit Herz“. Dafür bewahre ich die Karton auf.

Aber letztes Jahr sind wir leider aus Zeitnot nicht dazu gekommen, Kartons zu packen. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich dafür auch nur zwei davon gebraucht. Bleiben immer noch fünf übrig. Und alle sieben sind jetzt in die Papiertonne gewandert. Wenn wir vor Weihnachten wieder bei der Aktion mitmachen, gehe ich vorher einfach ins Schuhgeschäft und frage nach Kartons. So habe ich das vor Jahren auch gemacht, und ich habe immer Kartons bekommen.

Und dann habe ich auch noch eine ganze Kiste leere Ordner (zehn an der Zahl) gefunden, die unter einer anderen Kiste versteckt war. Erneuter Schock! Ich habe eine leere-Ordner-Schwemme. Die Ordner gesellen sich zu den anderen 15 Stück, die ich bereits aussortiert habe, und die auf dem Flohmarkt (so er denn stattfindet) verschenkt werden.

Ach ja, und ein Saftkrug (kommt zur Flüchtlingshilfe) und zwei kaputte Spannbetttücher habe ich auch noch aussortiert.

Eine wahrhaft schockierende aber auch erfolgreiche Woche!

Wie war deine Woche? Was hast du aussortiert?

Entspannt Grüße
Birgit

7/1 – Woche 27

Heute kommen etwas verspätet und etwas verkürzt die Ergebnisse meiner letzten Woche. Ich habe mich während der Hitze für fünf Minuten in unseren Dachboden gewagt und zwei kleine Kisten komplett entsorgt, eine Kiste mit Videokassetten und eine mit Kabeln und Kopfhörern.

7-1 - Woche 27

Warum ich die Videokassetten überhaupt aufbewahrt habe, weiß ich nicht. Ich habe sie schon vor drei Jahren digitalisieren lassen, weil die ältesten davon immerhin schon über zwanzig Jahre alt sind und wir schon längst keinen Videorekorder mehr besitzen. Es handelt sich um Aufnahmen aus meiner Schulzeit (und der meines Mannes), die Aufnahme unserer Hochzeit und der Taufe unserer Tochter. Also Erinnerungen, die ich gerne aufbewahren möchte. Und ich kann es dir nur empfehlen, falls du noch Videokassetten besitzt, sie digitalisieren zu lassen. Die Qualität der Bänder leidet sehr unter den Jahren, manches ist auf unseren Aufnahmen inzwischen wirklich verzerrt. Die Kassetten haben ich alle in den Müll geworfen.

In der Kiste mit den Kabeln kam so allerhand zum Vorschein, Kopfhörer jeglicher Art und Scartkabel unterschiedlicher Ausführung. Die Kabel und Kopfhörer sind alle in das Flohmarktzeug gewandert. Wir haben ja fest geplant, am Wochenende vom 13. / 14. August auf den größten Flohmarkt hier in der Gegend zu gehen. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit.

Und trotzdem ich nur fünf Minuten aufgewandt habe, um zu entrümpeln, habe ich sieben Kassetten und sieben Kabel und Kopfhörer aussortiert. Wenn das mal keine gute Ausbeute ist. Ich bin gespannt, was in noch so alles in den Weiten unseres Dachbodens finden werde. Diese Woche werde ich mich weiter vorarbeiten.

Wie war deine Woche? Was durfte bei dir gehen?

Entspannte Grüße
Birgit

7/1 – Woche 26

Eigentlich wollte ich vergangene Woche ja im Dachboden weitermachen, aber da der nicht auf meinem normalen Weg im Haus liegt, ist es etwas schwierig, jeden Tag etwas auszusortieren (außer ich ginge extra hinauf). Und als der Samstag da war, habe ich spontan die Garage entrümpelt und aufgeräumt.

Und wieder war ich erstaunt, was sich doch so alles ansammelt, obwohl unser Zuhause schon  – finde ich – gut entrümpelt ist. Da bestärkt mich wieder in meiner Meinung, dass man nie mit dem Entrümpeln fertig ist, sondern dass Entrümpeln ein Prozess, ein Weg ist. Die Prioritäten, Vorlieben und das, was man braucht, ändert sich von Jahr zu Jahr. Und so habe ich auch in der Garage wieder Dinge gefunden, die wir nicht mehr brauchen oder auch wieder brauchen 😉

7-1 - Woche 26-3
7-1 - Woche 26-4

Gefunden habe ich eine Deutschland-Fahne fürs Auto. Die wurde natürlich gleich gehisst. Sie ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man die Anwesenheit von Dingen, die man für später aufbewahrt, oft vergisst. Dass wir diese Fahne haben, hatte ich nämlich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm. Und um gleich dem „Da siehst du ja, dass man Sachen, die man für den Fall aufbewahrt, auch wieder brauchen kann“ vorzubeugen. Ich freue mich durchaus über meinen Fund, wäre aber auch nicht traurig, wenn ich diese Fahne nicht gefunden hätte. Ich hätte sie nicht vermisst.

Zu den Dingen, die aussortiert wurden, gehören ein Warndreieck (ist vom alten Auto übrig und im neuen war bereits eines vorhanden), eine Kofferraumtasche, die durchaus mal in Gebrauch war, es jetzt aber nicht mehr ist, und eine Vorrichtung, damit der Hund auch auf dem Rücksitz sitzen könnte. Die haben wir vielleicht einmal benutzt, weil sich herausgestellt hat, dass wir selbst mit Hunde-Transportbox im Kofferraum immer noch genügend Platz für Urlaubsgepäck haben. Das alles habe ich kurzerhand in die Mülltonne geworfen.

Und dann ist mir noch dieses rote Ungetüm von Feuerlöscher wieder einmal in die Hände gefallen. Dieses altmodische Teil ist aus den 70er Jahren und erstmals aufgetaucht, als wir vor zwei Jahren unsere Heizung auf Gas umgestellt haben. Damals habe ich mir schon die Finger wund telefoniert, um dieses Teil loszuwerden. Ich war auf dem Wertstoffhof. Die wollten es nur nehmen, wenn das Ding leer ist (ist es aber nicht). Dann habe ich bei der Feuerwehr angerufen, die haben mich an einen Vertreiber von Feuerlöschern verwiesen. Der wiederum hat mich an den Wertstoffhof verwiesen. Keiner will dieses Ding haben. Beim Schadstoffmobil habe ich es – glaube ich – auch schon versucht. Falls du also eine Idee hast, wo ich diesen Uralt-Feuerlöscher los werde, bin ich dankbar für den Tipp.

Und nächste Woche ist definitiv wieder der Dachboden dran.

Wie war deine Woche? Was hast du aussortiert?

Entspannte Grüße
Birgit