Mehrwert für dich

Heute möchte ich dir zwei E-Books empfehlen, an denen ich mich 2016 beteiligt habe:

Simple present im Praxistest von Felicitas Richter

und

Sei unperfekt von Jutta Held.

Simple present im Praxistest

coverFelicitas Richter hat 2015 – für mich – eines der besten Bücher zur Vereinbarkeit veröffentlicht: Schluss mit dem Spagat. Dieses Jahr hat sie Blogger, die sich mit dem Thema Vereinbarkeit beschäftigen, angesprochen (u.a. auch mich) und sie gebeten, ihr Buch dem Praxistest zu unterziehen. Das haben wir getan, und herausgekommen ist dieses inspirierende E-Book, das ihr euch hier downloaden könnt.

Sei unperfekt

Aus einem unperfekten Video, das Jutta Held dieses Jahr auf ihrem Blog online gestellt hat, ist eine Blogparade geworden, mit 22 Beiträgen. Herausgekommen ist nun ein E-Book mit vielen Tipps und Impulsen, um einfach mal unperfekt zu sein. Hier kannst du dir das E-Book holen.

Ich wünsche dir viel Spaß mit den beiden E-Books.

Entspannte Grüße
Birgit

7/1 – Woche 29

Heute fällt es mir wirklich schwer über so etwas Banales wie das Entrümpeln zu schreiben, nach allem, was letzte Woche passiert ist. Vor allem der Amoklauf in München hat mich zutiefst erschüttert, habe ich dort ja selbst einmal sieben Jahre gewohnt und noch immer Freunde dort (denen zum Glück allen nichts passiert ist).  Meine Gedanken sind bei allen, die bei diesen schrecklichen Ereignissen letzte Woche geliebte Menschen verloren haben, bei allen, die verletzt und traumatisiert sind.

Heute Morgen habe ich im Radio ein Interview mit einer Mutter gehört, deren Tochter sich während des Amoklaufes im Olympia Einkaufzentrum befunden hat. Dieses Mädchen wünscht sich jetzt vor allem, wieder zur Normalität zurückzukehren. Sie möchte wieder zum Sport gehen, in die Schule, und sie möchte nicht mehr gefragt werden, wie es ihr geht oder wie sie das ganze erlebt hat. Sie möchte einfach wieder ihr Leben leben. Und noch etwas hat diese Mutter erzählt. Das Mädchen war gerade in der Umkleide, als die Schüsse fielen, und ist in Socken geflohen. Diese Socken, zerlöchert, verdreckt, wird die Familie in der Wohnung aufhängen als Erinnerung daran, sich nicht über Banalitäten aufzuregen. Weiterlesen

7/1 – Woche 27

Heute kommen etwas verspätet und etwas verkürzt die Ergebnisse meiner letzten Woche. Ich habe mich während der Hitze für fünf Minuten in unseren Dachboden gewagt und zwei kleine Kisten komplett entsorgt, eine Kiste mit Videokassetten und eine mit Kabeln und Kopfhörern.

7-1 - Woche 27

Warum ich die Videokassetten überhaupt aufbewahrt habe, weiß ich nicht. Ich habe sie schon vor drei Jahren digitalisieren lassen, weil die ältesten davon immerhin schon über zwanzig Jahre alt sind und wir schon längst keinen Videorekorder mehr besitzen. Es handelt sich um Aufnahmen aus meiner Schulzeit (und der meines Mannes), die Aufnahme unserer Hochzeit und der Taufe unserer Tochter. Also Erinnerungen, die ich gerne aufbewahren möchte. Und ich kann es dir nur empfehlen, falls du noch Videokassetten besitzt, sie digitalisieren zu lassen. Die Qualität der Bänder leidet sehr unter den Jahren, manches ist auf unseren Aufnahmen inzwischen wirklich verzerrt. Die Kassetten haben ich alle in den Müll geworfen.

In der Kiste mit den Kabeln kam so allerhand zum Vorschein, Kopfhörer jeglicher Art und Scartkabel unterschiedlicher Ausführung. Die Kabel und Kopfhörer sind alle in das Flohmarktzeug gewandert. Wir haben ja fest geplant, am Wochenende vom 13. / 14. August auf den größten Flohmarkt hier in der Gegend zu gehen. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit.

Und trotzdem ich nur fünf Minuten aufgewandt habe, um zu entrümpeln, habe ich sieben Kassetten und sieben Kabel und Kopfhörer aussortiert. Wenn das mal keine gute Ausbeute ist. Ich bin gespannt, was in noch so alles in den Weiten unseres Dachbodens finden werde. Diese Woche werde ich mich weiter vorarbeiten.

Wie war deine Woche? Was durfte bei dir gehen?

Entspannte Grüße
Birgit

Der Weg ist das Ziel – auch beim Entrümpeln

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„Der Weg ist das Ziel.“, sagt Konfuzius.

Und das ist auch beim Entrümpeln so. Entrümpeln ist ein Weg. Das wird allzu oft vergessen. In unserer zielorientierten Gesellschaft zählt nur das Ankommen. „Ich habe dieses und jenes erreicht“, das ist es was zählt, nicht das „Auf diese Weise bin ich meinen Weg gegangen.“

Beim Entrümpeln zählt, dass du endlich zum Rundumschlag ausgeholt hast, einen oder zwei Container mit Müll aus deinem Zuhause gefüllt hast und nur noch mit 100 Dingen auskommst.

Wir glauben, wenn wir einmal entrümpelt haben, dann haben wir für den Rest des Lebens unsere Ruhe. Dann können wir sagen „Ich habe mein Zuhause und mein Leben entrümpelt“. Aber das ist ein Trugschluss. Entrümpeln ist ein Prozess, denn dass, was dir vor zehn Jahren noch wichtig war, kannst du vielleicht heute mit Leichtigkeit loslassen.

Du bist nicht die Gleiche wie vor zehn Jahren und schon gar nicht die gleiche wie vor zwanzig Jahren. Du hörst nicht auf, dich weiterzuentwickeln, selbst wenn du ausgewachsen und erwachsen bist. Alles, was dir auf deinem Lebensweg begegnet, prägt dich. Das können Ereignisse sein, Menschen, ein Buch, ein Vortrag, es gibt so viele Dinge, die dich tagtäglich prägen.

Wenn du Kinder hast, weißt du, wie sehr sie dein Leben verändern. Deine ganze Sichtweise ändert sich, deine Werte. Das, was dir gestern noch wichtig war, sei es die neueste Mode, Partynächte, schnelle Autos oder exotische Reisen, kann durch die Geburt eines Kindes von heute auf morgen ganz unwichtig werden. Dann ist dir vor allem die Gesundheit deines Kindes wichtig, eine nachhaltige Lebensweise, weil du möchtest, dass auch dein Kind noch lebenswerte Bedingungen auf diesem Planeten vorfindet.

Du veränderst dich, ständig. Und so wie du dich veränderst, verändert sich auch deine Einstellung zu deinen Dingen, die du zu Hause hast.

Die Bücher, die du zu einem bestimmten Thema gelesen hast, passen nicht mehr zu deinem jetzigen Selbst, weil du dieses Thema vielleicht schon verinnerlicht hast oder weil es dich einfach nicht mehr interessiert.

Die Kostüme und Hosenanzüge im Kleiderschrank gehören zu einem Selbst von dir, das Vergangenheit ist, weil du dich beruflich verändert hast, und in deinem jetzigen Beruf Businesskleidung nicht mehr notwendig oder gar übertrieben ist.

Deine kreative Häkelphase, in der du alle mit Topflappen beglückt hast, hast du schon vor drei Jahren hinter dir gelassen. Du kannst Wolle und Häkelnadel einfach nicht mehr sehen.

Birgit Medele, Autorin des Buches „Leben statt Kleben“ hat einmal in einem Interview gesagt „Nicht nur Kinder wachsen aus Dingen heraus, auch wir wachsen weiter“.

Unseren Kindern gestehen wir zu, mit ihrer Weiterentwicklung aus Kleidung und Dingen herauszuwachsen. Uns käme nie in den Sinn, einem Vierzehnjährigen noch das Playmobil aufzunötigen oder die Kleidung in Größe 140.

Aber uns selbst gestehen wir oft das Wachsen nicht zu. Wir halten an Dingen fest, aus denen wir schon längst herausgewachsen sind. Das kann Kleidung sein, aus der wir tatsächlich herausgewachsen sind, und die trotzdem immer noch in unserem Schrank hängt, weil wir ja irgendwann einmal wieder hineinpassen, wenn die zehn Kilo Übergewicht weg sind, die wir uns über die Jahre zugelegt haben. Das kann aber auch der schöne Muschelkranz oder der Leuchtturm sein, aus dem wir seelisch, geistig und emotional herausgewachsen sind.

Es ist also nicht damit getan, einmal einen Rundumschlag zu wagen und zwei Drittel des Hab und Guts zu entrümpeln, denn deine Sichtweise ändert sich immer wieder. Deine Werte ändern sich, und die spiegeln sich in deiner Umgebung wider. Und wenn du das Alte nicht kontinuierlich loslässt, kommt das Neue nicht zur Geltung und erfährt nicht die Wertschätzung, die es bekommen sollte. Und damit verwehrst auch dir und deiner Entwicklung die Wertschätzung.

Entrümpeln ist ein ständig währender Prozess, ein Weg, den du ein Leben lang gehst. Das hört sich jetzt vielleicht für dich ganz schrecklich an, weil dir Entrümpeln bisher noch nie Spaß gemacht hat oder weil du die viele Zeit, die du glaubst, investieren zu müssen, siehst.

Wenn du allerdings einmal erlebt hast, wie befreiend Entrümpeln sein kann, welche Energien dabei freigesetzt werden und wie leicht und einfach dadurch vieles werden kann, wirst du es lieben. Wenn du es geschafft hast, dass Entrümpeln zu so etwas Selbstverständlichem wird wie Einkaufen, dann wird es dich keine Überwindung mehr kosten, Dinge auszusortieren.

Du wirst das Alte hinter dir und Neues in dein Leben lassen. Und dieses Neue wird nicht mehr in all dem unnützen Kram untergehen, sondern die Wertschätzung erfahren, die es und vor allem die du verdienst.

Entspannte Grüße
Birgit

7/1 – Woche 24

Hast du auch eine Schachtel oder eine Schublade mit kleinen Geschenken, die du – falls du mal spontan eingeladen wirst – herschenken kann? Weißt du, was drin ist? Und greifst du auch in die Schachtel, wenn du ein kleines Geschenk brauchst?

Ich habe letzte Woche genau diese Schachtel mit den Geschenken gefunden, im Dachboden. Und es war mir nicht bewusst, was sich alles darin befindet.

7-1 - Woche 24

Es befanden sich vor allem Kleinigkeiten für Kindergeburtstage darin, Spiele, Lesezeichen, Straßenmalkreiden, Schleich-Tiere. Auch ein paar Dinge für Erwachsene habe ich noch gefunden, aber die hielten sich in Grenzen. Nun ist das Problem, dass all diese Spielzeuge leider alle für kleinere Kinder sind, die weder in der Verwandtschaft noch im Freundeskreis unserer Tochter zu finden sind. Dreizehnjährige Mädels habe andere Interessen und Wünsche als das, was in dieser Schachtel zu finden war. Und für die Erwachsenengeschenke hatte ich längst eine andere Schachtel in meinem Büro eröffnet. Außerdem verschenke ich inzwischen ungern Kleinigkeiten, die nur herumstehen und Platz wegnehmen. Ich bin inzwischen dazu übergegangen Kleinigkeiten zu verschenken, die entweder essbar, trinkbar sind oder sich auf andere Art und Weise nach einer Zeit selbst entrümpeln (z.B. Schnittblumen).

Also habe ich kräftig aussortiert. Ein paar Kindersachen habe ich aufgehoben, weil bei uns in der Verwandtschaft Nachwuchs ansteht und ich genau diese Sachen gut verschenken kann. Es durften aber nur wirklich schöne und auch teure Dinge bleiben (z.B. Kasperlepuppen von Kersa).

Die aussortierten Sachen wandern alle in die Flohmarktkiste, denn im August findet bei uns immer ein riesiger Flohmarkt statt, auf den wir gehen möchten. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wandern die Flohmarktsachen in die Tonne oder zur Flüchtlingshilfe.

Wie war deine Woche? Was hast du gehen lassen?

Entspannte Grüße
Birgit