Ich sag zum Abschied leise „Servus“

Jetzt ist es also soweit, ich werde diesen Blog zum Ende des Jahres komplett schließen. Habe ich vor einem Jahr  – als ich beschlossen habe, ihn nicht mehr mit Artikeln zu füllen – noch gedacht, die Schreiblust kommt vielleicht wieder, weiß ich jetzt, sie ist leider nicht mehr gekommen. Es hat mich nicht in den Fingern gejuckt, neue Artikel zu verfassen. Im Gegenteil, die Wartung des Blogs (Updates, Spamkommentare usw.) nervt mich inzwischen mehr, als ich gedacht hätte.

Ich merke auch, dass ich mich online immer mehr zurückziehe, weil dafür viel zu viel meiner kostbaren Zeit, die ich viel lieber für etwas anderes verwende, drauf geht.

Die Pforten dieses Blogs werden zum 31. Dezember 2017 geschlossen, dann nehme ich ihn komplett vom Netz.

Dir bleibt also noch Zeit, dir die Inhalte, die dich interessieren, als PDF zu speichern oder auszudrucken. Ich habe hier im Artikel alle Seiten mit den Artikelserien, Checklisten und zum Teil auch Kursinhalten, die ich in den Jahren meiner Selbstständigkeit ausgearbeitet und geschrieben habe, verlinkt.

Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit und falls du mit mir in Kontakt bleiben möchtest, dann schick mir doch eine Freundschaftsanfrage auf Facebook.

Alles Liebe,
Birgit

 

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Checklisten

 

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Ich bin raus

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Gut fünf Wochen sind vergangen, seit ich in Blogpause gegangen bin. Fünf Wochen, in denen ich viel in mich gegangen bin und in mich hineingefühlt habe, wie ich weitermachen möchte. Erleichtert wurde mir dieser Prozess auch noch dadurch, dass ich mich seit zwei Wochen wegen eines blockierten Wirbels, der trotz mehrmaliger und unterschiedlicher Behandlung, nicht aufhören möchte zu schmerzen, in einer erzwungenen Ruhepause befinde. Knapp zwei Wochen habe ich liegend verbracht, weil weder Laufen noch Sitzen zu lange ging.

In dieser Ruhepause habe ich viel gelesen und viele Hörbücher gehört und viel nachgedacht, und es hat sich das manifestiert, was ich eigentlich vorher schon wusste, wozu ich mich aber noch nicht endgültig durchgerungen habe.

Ich habe keine Lust mehr auf diese Leistungsgesellschaft, ich habe keine Lust mehr auf den Druck, den ich mir selbst mache, ich habe keine Lust mehr auf das „Ich muss etwas nach Außen darstellen“. Ich mache jetzt das, was mir wirklich wichtig ist, woran mein Herz hängt.

Und mein Herz hängt an der Musik. Ich bin in einer Musikerfamilie großgeworden, ich habe meine ganze Kindheit und Jugend hindurch Musik gemacht, bis ich sie aus meinem Leben größtenteils verbannt habe. Und vor zwei Jahren hat sie sich ganz langsam wieder in mein Leben geschlichen, um dann Anfang dieses Jahres mit einem Sog über mich hereinzubrechen, dem ich mich nicht mehr entziehen kann. Seit Januar habe ich wieder Klavierunterricht und leider können die Tasten der Computertastatur in ihrer Anziehungskraft nicht mithalten mit den Klaviertasten. Wenn ich am Klavier sitze, vergesse ich die Zeit, ich könnte stundenlang üben ohne zu ermüden.

„Folge deinem Herzen“ – ich habe viel Robert Betz gehört in meiner erzwungenen Ruhepause – und endlich habe ich den Mut, meinem Herzen zu folgen. Auch mein Rücken sagt mir, dass diese Entscheidung richtig ist, weil er sich just in dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreiben, wieder ein bisschen mehr entspannt.

Lange habe ich mit dieser Herzensentscheidung gehadert, weil in meinem Kopf herumgeistert, dass man seine Berufung doch zu seinem Beruf machen sollte (die Gehirnwäsche auf Facebook und auf diversen Blogs hat bei mir gut gewirkt 😉 ). Aber für eine professionelle Musikerkarriere ist der Zug altersbedingt leider abgefahren. Deshalb habe ich die Antwort auf die Frage „Was ist mir wichtig?“ immer in die Ecke verbannt, wenn sie mal wieder glasklar vor mir stand. Und dann habe in meiner von meinem Rücken verordneten Zwangspause folgende Geschichte von Dr. Elisabeth Mardorf in „Deine Sehnsucht wird dich führen“ von Sabine Asgodom gelesen:

„Ich habe in Kalifornien viel Menschen getroffen, die ihren Träumen erlaubt haben, in ihr Leben zu kommen. […] Zum Beispiel eine Frau, die gerne Sängerin werden wollte. Sie wusste aber, für die große Karriere ist sie zu alt. Und sie hat dafür in Kauf genommen, halbtags als Job Sprachunterricht zu geben, nachmittags Gesangsunterricht zu nehmen und abends Auftritte auf kleinen Bühnen zu haben. […] Das war ein Lebenskonzept, das ich so nicht kannte. Was ich aber ganz pfiffig finde. Bei uns ist eher die Tendenz: Wenn das beruflich nichts bringt, dann lass ich das ganz. Schade eigentlich.“ (Asgodom, Sabine, Deine Sehnsucht wird dich führen, Kösel, 2016, S. 210)

Als ich das gelesen habe, hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe einen Job, der mir Spaß macht, ich muss beruflich nichts mit Musik machen, ich darf sie mir einfach als Hobby gönnen. Und wer weiß, was sich daraus noch entwickelt, wenn ich mich ganz darauf einlasse.

Leider heißt meine Herzensentscheidung für diesen Blog, dass ich ihn nicht mehr weiterführen werde. Den Blog als solches mit all seinen wertvollen Informationen und Artikeln lasse ich auf jeden Fall stehen. Und wer weiß, vielleicht möchte ich eines Tages auch mal wieder in die Tastaturtasten und nicht nur in die Klaviertasten hauen.

„Unser Menschenleben – ein Lidschlag. 23 Jahre schlafen wir, 20 Jahre frisst die Arbeit, 228 Tage stehen wir im Bad. Die knappe Restzeit sollten wir dem widmen, was wesentlich ist.“ (Gabriele Romagnoli, Nur mit Handgepäck, Kösel, 2016)

Und das werde ich jetzt tun. Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit und den Mut, auch deinem Herzen zu folgen.

Liebe Grüße
Birgit

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Das Leben ist wie eine Fahrradtour

Mit wie viel Gepäck bist du unterwegs-

Bist du schon einmal mit dem Fahrrad verreist, so richtig mit Gepäck in den Satteltaschen und Rucksack auf dem Rücken? Von Herberge zu Herberge nur mit dem Fahrrad?

Ja?

Dann weißt du, dass du möglichst wenig mit nimmst auf so ein Tour. Jedes Gramm kostet dich Kraft und Energie.

Nein?

Also ich habe so etwas auch noch nicht gemacht, aber ich würde wirklich nur das Notwendigste mitnehmen. Ich müsste ja alles mit meiner Muskelkraft von A nach B bewegen.

„Es reist sich besser mit leichtem Gepäck“, so singt die Band Silbermond in ihrem Song „Leichtes Gepäck“.

Das leuchtet ein, und doch sind wir alle mit viel zu viel Gepäck in unserem Leben unterwegs.

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Du bist perfekt!

du bist perfekt

Dein wahres Wesen ist perfekt:
göttlich, wunderschön und unendlich liebenswert.

Robert Betz

Welche Gedanken kommen dir, wenn du dieses Zitat von Robert Betz liest? Schreit alles in dir „ja so ist es“? Oder sträubt sich alles in dir, weil dir sofort tausend unperfekte Dinge an dir einfallen? Weiterlesen

Tschüss 2015 – Hallo 2016

Tschüss 2015Ich hab auf meinem Blog noch nie einen Rück- und Ausblick geschrieben. Komisch, dass ich jetzt damit anfange, da es Entspannt Wohnen als Kleinunternehmen ab Morgen nicht mehr geben wird.

Ob ich so fleißig gewesen wäre, wenn ich Anfang 2015 gewusst hätte, wie dieses Jahr enden wird?

Da ich 2015 noch davon ausgegangen bin, dass ich mit Entspannt Wohnen alt werde, habe ich mich das ganze Jahr über ganz schön ins Zeug gelegt, wie ich im Rückblick festgestellt habe. Weiterlesen