Mozart und die Challenge

Ein Monat ist vergangen seit meinem Entschluss, 2018 keine neuen Dinge zu kaufen, und es fällt mir schwer und auch wieder nicht schwer, meinen Entschluss durchzuhalten.

Am schwersten fällt mir das Durchhalten bei Büchern. Dadurch, dass ich in einer Buchhandlung arbeite, bin ich umgeben von wunderbaren Büchern, vor allem vielen Neuerscheinungen. Viele leihe ich mir in der Bücherei – falls vorhanden -, andere bekommen wir als Leseexemplare zur Verfügung gestellt oder können diese auch mal vom Verlag anfordern. Ich komme als an ziemlich viele Bücher ran, ohne einen Pfennig dafür auszugeben. Und trotzdem gibt es immer wieder dieses Verlangen in mir, Bücher zu kaufen. Wenn ich z.B. in einer Zeitschrift einen Buchtipp lese, oder wenn ich – wie zur Zeit – „Eine neue Erde“ von Eckart Tolle als Hörbuch höre und mir wünsche, das noch einmal nachlesen zu können. Früher hätte ich das Buch einfach bestellt. Ja, früher! Es stehen nicht umsonst zwei Regalmeter ungelesene Bücher im Wohnzimmer. Also werden jetzt erst einmal die gelesen. Damit bin ich eh ein halbes Jahr mindestens beschäftigt.

Es läuft dieses Jahr eh darauf hinaus, ziemlich viel nicht nur „aufzulesen“, sondern auch aufzuarbeiten. Um Strick- und Häkelprojekte brauche ich mich auch nicht zu sorgen, denn auch hier – wie bei den Büchern – gibt es zum einen noch einige unvollendete Projekte und zum anderen genügend Restwolle. Auch hier bin ich bis Ende des Jahres locker beschäftigt. Upcycling ist ein Thema, das ich gerade für mich entdecke, Pinterest mutiert gerade zu meiner besten Freundin, aber dazu später mal mehr.

Fazit Januar: Ich habe außer der Zeitschrift „Happinez“, die ich mir dieses Jahr auch weiterhin gönnen werden, nichts gekauft.

Na ja, nicht ganz!

Ich habe mir Klaviernoten gekauft. Das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, dass ich die ja auch brauchen könnte. Tja und in der letzten Klavierstunde hat das „Brauchen“ zugeschlagen. Ich darf jetzt Mozart spielen – freu – und die Noten hab ich nicht. Kopieren wollte ich auch nicht, erstens weil ich das Kopieren von Noten nicht mag und zweitens weil ich sicher nicht nur eine Sonate aus dem Heft spielen werde. Leihen ist auch keine Option, weil ich ja Fingersätze und anderes darin eintragen möchte. Blieb also nur das Kaufen. Aber ich habe das Heft gebraucht gekauft, sogar ohne Eintragungen. Ich bin also innerhalb meiner selbst auferlegten Regeln geblieben.

Ich bin gespannt, wie es im Februar laufen wird.

Alles Liebe, Birgit

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2 Kommentare
  1. Dagmar says:

    Liebe Birgit,
    Super 🙂
    Ich wünschte ich wäre schon so resistent wie du 🙂
    Mein Problem ist das dir bekannte:
    Bücher…
    Ich sehe irgendwo eine Empfehlung und meine nur noch das Buch…
    Ich toppe deine 2 m ungelesene Bücher leider deutlich. Manchmal denke ich ich bin Inputsüchtig 😔
    Wenn ich es endlich schaffen würde hier standhaft zu bleiben könnte ich es schaffen in den ca. nächsten 2 Jahren meine vorhandenen ungelesenen Bücher abzuarbeiten…
    Dir weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    Dagmar 🙂

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    • Birgit Geistbeck says:

      Ich kann es dir gut nachfühlen, Dagmar. Bücher triggern mich auch immer ungemein, weil mich so viele interessieren. Wenn ich ein Buch unbedingt haben möchte, dann schaue ich als erstes, ob es unsere Bücherei oder die Onleihe hat. Sollte das nicht der Fall sein, dann lege ich es auf meine Wunschliste bei Amazon. Und die schau ich von Zeit zu Zeit dann mal wieder durch, und vieles davon interessiert mich dann meist nicht mehr. Aber auf diese Weise kaufe ich nicht gleich alle Bücher, vergesse sie aber auch nicht. Vielleicht hilft dir das weiter.

      Antworten

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