Meine Challenge 2018: Ich kaufe keine neuen Dinge

Ich hab das in meinem letzten Artikel schon angedeutet.

Ich möchte 2018 keine neuen Dinge kaufen.

 

Warum keine neuen Dinge 2018?

Dass ich gerne weniger Zeug hätte, das haben die meisten, die meinen Blog lesen, ja schon mitbekommen. Mit Familie ist das nicht immer so einfach, weil viele Dinge in unserem Zuhause nicht nur mir bzw. gar nicht mir gehören. Aber selbst meine eigenen Sachen vermehren sich wie von Zauberhand immer wieder.

Ich bin jedes Jahr wieder dabei, alle Räume bei uns zu entrümpeln (erst diese Woche habe ich wieder begonnen). Und ich staune immer, wie viel doch jedes Jahr wieder aussortiert wird. Zum Teil sind das Sachen, die ich vor einem Jahr noch nicht loslassen konnte, zum Teil sind das aber auch Dinge, die unterm Jahr neu dazugekommen sind. Auch ich bin nicht vor Spontankäufen gefeit.

Das war sozusagen der erste Impuls.

Der zweite Impuls kam von einem Buch: Nico Paech – „Befreiung vom Überfluss“. In diesem Buch beschreibt Nico Paech, dass ein grenzenloses Wachstum – auch wenn es nachhaltig ist – diesen unseren Planeten nicht retten wird, im Gegenteil. Er plädiert dafür, weniger und bewusster zu konsumieren, zu reparieren, zu leihen, gebraucht zu kaufen. Nur so hat unser Planet noch eine Chance. Das hat mich ins Nachdenken gebracht. Denn auch ich bin jemand, die sehr wenig bis gar nichts gebraucht kauft (höchstens Bücher). Ich verkaufe zwar meine aussortierten Sachen, aber das was ich selbst brauche, kaufe ich neu.

Wie wäre es, ein Jahr lang zumindest beim Kaufen keine neuen Ressourcen zu verschwenden?

Und der letzte Impuls, sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war das Weihnachtsgeschenk unserer Tochter. Sie wollte ein neues Smartphone. Und da es der einzige Wunsch und auch das einzige Geschenk war, habe ich – ohne nachzudenken – zugestimmt. Erst danach ist mir in den Sinn gekommen, wir hätten auch ein Gebrauchtes kaufen können. Keine neuen Rohstoffe, die verbraucht werden, keine seltenen Erden, die abgebaut werden müssen usw. Zumindest findet ihr altes Smartphone weiterhin Verwendung, also haben wir hier wenigstens kein Müllaufkommen.

Mit dazu beigetragen, mich dieser Challenge zu stellen, hat natürlich auch, dass ich seit knapp zwei Jahren, versuche Plastik so weit wie möglich zu vermeiden, und seit einem Jahr auch versuche, unser Müllaufkommen zum verkleinern.

Meine Regeln für die Challenge

Ich hab mir natürlich Gedanken gemacht, wie das Ganze funktionieren soll und ob es Ausnahmen gibt. Und zu folgenden Regeln hab ich mich verpflichtet:

  1. Ich kaufe keine neuen Gebrauchsdinge, Verbrauchsdinge (z.B. Kosmetik, Essen, usw.) sind davon ausgenommen.
  2. Wenn etwas, das ich wirklich brauche, kaputt geht, versuche ich es zu reparieren oder reparieren zu lassen. Sollte das nicht funktionieren, versuche ich den Gegenstand zu leihen oder notfalls gebraucht zu kaufen.
  3. Geschenke sind von diesen Regeln ausgenommen. Aber auch hier versuche ich, möglichst keine Dinge zu verschenken, sondern Zeit und Unternehmungen.
  4. Ausgenommen von diesen Regeln sind auch gemeinsame Familienanschaffungen. Aber auch hier greift erst Regel 2 😉

Und sechs Ausgaben der Zeitschrift „Happinez“ gönne ich mir. Die lese ich einfach zu gerne und die werde ich mir auch kaufen (Göttergatte liest auch mit, ist also fast eine Familienanschaffung).

Was sich ändert

Da ich das ganze jetzt schon zwei Wochen praktizieren, kann ich auch schon einen ersten Erfahrungsbericht abgeben.

Es ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem in puncto Bücher – meine absolute Schwachstelle – brauche ich schon einiges an Disziplin (ich arbeite ja auch in einem Buchladen 😉 ). Alles andere fällt mir im Moment noch leicht.

Es hat allerdings schon meine Sichtweise aufs Kaufen geändert. Früher hätte ich halt so eben mal was gekauft ohne zu überlegen. Jetzt überlege ich mir, ob ich es selbst machen kann (aus Materialien, die schon da sind) oder ob ich es leihen oder gebraucht kaufen kann. Der Automatismus ist weg.

Ich werde euch auf jeden Fall weiterhin auf dem Laufenden halten.

Alles Liebe, Birgit

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