Familienorganisation leicht gemacht – mit Trello!

Familienorganisation-trello

 

Ein Gastbeitrag von Claudia Kauscheder

Familienorganisation ist eine ziemliche Herausforderung im Alltag, da erzähle ich dir sicher nichts Neues.

Beginnend bei vielen Arztterminen mit den Zwergen, über Hobbys, für die Taxidienste eingeteilt werden müssen, bis zum Haushalt, der nebenbei auch noch geschupft und gepflegt werden will.

Als meine Kinder noch kleiner waren, hat hier der Stehkalender einen guten Dienst getan. Allerdings mit einem hohen Aufwand an Disziplin und auch Kommunikationsgeschick. Manche Koordinationsgespräche sind in regelrechte Verhandlungen ausgeartet ;-).

Wer ist wann wo wie lange? Wer kann welche Aufgaben übernehmen? Welche Dinge haben „Vorrang“?

Niemand konnte sich ohne Absprache etwas ausmachen, weil er ja nicht wusste, was der Andere inzwischen in den Kalender eingetragen hatte. 

Kommunikation in der Familie

Ich muss sagen, ich habe es oft als sehr belastend empfunden, nicht Herr (oder Frau) über meine Zeit zu sein, immer den Spruch auf den Lippen „Das muss ich erst mit meinem Mann abstimmen …“.

Es gab mir ein Gefühl, nicht selbstbestimmt zu sein – und es hat die Kommunikation in der Familie auch oft auf ein Abstellgleis geführt. Das Abstellgleis namens Koordination, neben dem nicht mehr viel Anderes Platz hatte.

Neben diesem Phänomen, dass sich Gespräche nur mehr um Termine und Absprachen drehen, erlebe ich bei meinen Kundinnen auch oft, dass sie es als sehr unbefriedigend empfinden, am Ende des Tages nicht zu sehen, was sie den ganzen Tag über geleistet haben.

Und nicht nur sie, auch die Familie sieht das nicht. Wer erzählt schon am Abend dem Partner, was er den ganzen Tag über gemacht und erledigt hat?

Mein Lösungsansatz für Familienorganisation

Nein, ich will die Kommunikation nicht abdrehen, indem ich dir ein Tool vorstelle, das die Organisation in der Familie erleichtert. Aber es kann dich dabei unterstützen, dass die Unterhaltungen sich nicht mehr nur um den Alltag drehen.

Platz für „echte“ Gespräche soll her!

Meine Wahl dafür ist Trello. Ich organisiere und plane inzwischen darüber alles, was meinen Arbeitsalltag im Home-Office und auch den Familienalltag anbelangt. Einige Anwendungsmöglichkeiten, die ich dir hier vorstelle, habe ich nicht direkt in Gebrauch, weil mein Mann leider ein Smartphone-Verweigerer ist, aber ich habe einige Kundinnen, die es genau so verwenden.

Aber zuerst zur Basis:

Was ist Trello?

Trello ist ein Online-Tool, das in der Basis-Version (die völlig ausreicht) kostenlos und für alle mobilen Geräte als App verfügbar ist. Stelle es dir vor wie eine Pinwand oder ein Whiteboard, auf dem du PostIts kleben und verschieben kannst.

Diese Kärtchen kannst du in Listen organisieren und die Listen wiederum auf verschiedene Pinwände (= Boards) verteilen. Vielleicht hast du zu Hause sogar einen Familienplaner hängen mit Spalten für jedes Familienmitglied. Dann hast du die Optik von Trello schon vor Augen. Nur dass es sehr flexibel und – ohne Radiergummi – veränderbar ist.

Und natürlich kannst du Trello mit deinen Familienmitgliedern gemeinsam verwenden. Jeder sieht alles, wenn du möchtest!

Was ist an Trello so genial?

Abgesehen davon, dass ich die Optik sehr ansprechend finde, gibt Trello einen guten Überblick über das, was zu tun ist und lässt auch viel Platz für die Details, die du dazu brauchst oder notieren möchtest.

Du kannst es ganz an deine Bedürfnisse anpassen und entweder ganz schlicht und schnörkellos verwenden oder dich mit bunten Labels und Stickern austoben. Je nachdem, was dich motiviert und freut.

Mit dem Stichwort „Motivation“ kommen wir gleich zu einem Vorteil von Trello, der nicht unterschätzt werden darf. Nämlich unserem angeborenen „Spieltrieb“. Es macht einfach Spaß, Kärtchen zu verschieben, bunt zu markieren, Bilder einzufügen und auf einen Blick zu sehen, was schon alles erledigt ist!

Denn Motivation ist immer auch ein starker Helfer, wenn es ums Durchhalten und Disziplin geht :-).

Ein paar Beispiele für Trello in der Familienorganisation

Am Ende dieses Artikels habe ich dir eine Slideshow mit allen Beispielen, die ich nenne eingebunden.

1) Der Familienplaner

Egal ob es um Arzttermine, ein Projekt wie z.B. Renovierungsarbeiten in der Wohnung oder im Haus geht. Ob du wiederkehrende Termine wie Rauchfangkehrer oder Versicherungs-Angelegenheiten festhalten oder den nächsten Urlaub planen möchtest. Hier hat alles Platz!

Wenn du ein neues „Projekt“ angehst, wie z.B. das Entrümpeln des Kellers, legst du einfach eine neue Liste im Familienplaner an und im selben Moment (das geht wirklich binnen Sekunden) sieht die ganze Familie was geplant und zu tun ist!

Je nachdem, ob es dein Familiengefüge zulässt, kannst du die anstehenden Aufgaben auch gleich den einzelnen Familienmitgliedern zuordnen …

2) Das Kochbuch

Mein Online-Kochbuch mit Trello ist dadurch entstanden, dass meine Tochter ausgezogen ist und sie natürlich gerne alle Rezepte dafür haben wollte, was sie gerne zu Hause gegessen hat. Ich gestehe, ich habe es ein Jahr lang nicht geschafft, für sie ein Rezeptbuch zusammen zu stellen … jetzt habe ich unsere Lieblings-Rezepte in ein Trello-Board gepackt und so haben wir beide etwas davon.

Wenn mein Sohn dann so weit ist, füge ich ihn einfach als Mitglied dazu und er kann auch nachkochen, was er möchte.

Inzwischen mache ich hier in der ersten Spalte auch die Wochenplanung, was das Schreiben der wöchentlichen Einkaufsliste natürlich auch sehr erleichtert!

3) Kinder in der Schule

Tja, der Zug ist bei mir leider abgefahren. Meine Tochter hat die Schule schon beendet und mein Sohn ist mit 16 Jahren nicht sehr erpicht darauf, dass Mama alles mitbekommt 😉

Ich habe allerdings Kundinnen, deren Kinder von Trello so begeistert sind (Spieltrieb!), dass sie ihren Schulalltag damit organisieren. Natürlich sollte das Kind dazu bereits gut lesen und schreiben können – und ein Smartphone besitzen…

Bewährt haben sich laut meinen Kundinnen folgende Listen:

  • Schularbeiten / Test / Referate, etc., d.h. fixe Termine, auf die sich das Kind vorbereiten muss
  • Eine Liste pro Tag, auf der die Aufgaben festgehalten werden.
  • Sonntagabend werden die Listen dann für die kommende Woche wieder geleert.

4) Haushalt

Gerade im Haushalt gibt es ständig wiederkehrende Aufgaben, die du vielleicht in einem bestimmten Rhythmus erledigen möchtest. Auch dabei kann dich Trello unterstützen, weil du mehrere Möglichkeiten hast, den Überblick zu bewahren:

  • Du kannst ein fixes Datum, wann du die Aufgabe erledigen möchtest, eintragen und nach Erledigung gleich festlegen, wann es das nächste Mal dran ist.
  • Du kannst aber auch mit der sogenannten „Kartenalterung“ arbeiten. D.h., die Kärtchen, auf denen du schon lange nichts mehr verändert hast, werden immer blasser – und wenn sie blasser oder schon fast unsichtbar sind, nimmst du dir diese Aufgabe wieder zur Hand. Je nachdem, in welchem Rhythmus du sie erledigen möchtest.

Auch Einkaufslisten – nach Geschäft sortiert – haben hier z.B. Platz.

Wie bereits geschrieben: Trello kannst du zu 100% an deine Bedürfnisse anpassen. In meinem Beispiel sind die Listen nach Räumen im Haus aufgeteilt, du kannst es aber auch ganz anders aufbauen.

So, und hier wie versprochen ein paar Trello-Boards als Beispiele für dich:

Wenn du mehr über Trello wissen und es vielleicht auch gleich ausprobieren möchtest, dann habe ich extra für dich drei Videos aus meinem Trello-Video-Kurs  für dich freigeschalten.

Besuche mich doch einfach auf dieser Seite und bestelle dir den Zugang zu den Videos.

 

Falls du bereits ein anderes Tool im Einsatz hast, hinterlasse doch bitte einen Kommentar und erzähle uns, wie du deinen Familienalltag organisierst!

 

claudia_kauschederClaudia Kauscheder ist dein Scout im Abenteuer Home-Office!

Selbst schon seit ca. 20 Jahren im Home-Office tätig, unterstützt  sie dich dabei, den Überblick und Fokus zu behalten und endlich effizient im Home-Office zu arbeiten.

Damit du mehr Zeit für deine Herzensprojekte, Kunden und dich selbst hast!

www.abenteuerhomeoffice.at

 

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