Die 5-Minuten-Staubwisch-Regel – 52 Schritte, die dein Leben vereinfachen

Staubwischen-52SchritteWie lange brauchst du, wenn du einen beliebigen Raum in deiner Wohnung, in deinem Haus abstaubst?

Zwei Minuten, fünf Minuten, 20 Minuten, eine halbe Stunde?

In einem der Beratungsbriefe von Simplify your Life, die ich früher abonniert hatte, habe ich einmal von der 5-Minuten-Staubwisch-Regel gelesen.

Sie besagt, dass du nicht länger als fünf Minuten brauchen solltest, um in einem Raum Staub zu wischen. Ansonsten stehen einfach zu viele Sachen herum.

Schaffst du das? Nein?

Hier sind ein paar Tipps zusätzlich zu dem „es stehen zu viele Sachen herum“, mit denen du die 5-Minuten-Grenze knacken kannst:

Reduziere deine Flächenbestände

Damit meine ich ganz einfach, reduziere deine Sachen, die auf Regalbrettern, Fensterbrettern und Ablageflächen stehen.

Je mehr auf den Ablageflächen herumsteht, desto länger dauert das Abstauben.

Wenn dich also der Leuchtturm, den du aus einem der letzten Urlaube mitgebracht hast, nervt, sortiere ihn aus.

Wenn du eh keinen grünen Daumen hast und die Pflanzen auf der Fensterbank vor sich hin kümmern, dann verschenk sie an jemanden, der ein besseres Händchen hat.

Wenn du vor der Sammlung von Kleinkram auf dem Regalbrett fast schon kapituliert hast, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, ordentlich auszusortieren.

Sei geizig mit dem Platz auf den Ablageflächen. Überleg dir genau, was du dort ablegen und aufstellen möchtest.

Das bringt dich einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu den fünf Minuten.

Entkopple Aufräumen und Staubwischen

Wie läuft das normalerweise, wenn du Staub wischst? Du räumst neben dem Staubwischen auch noch auf, oder?

Da liegt ein Buch auf dem Wohnzimmertisch, ein Haargummi und eine Zeitschrift auf dem Regalbrett, die Becherlupe und das Sonnenkäppi auf dem Fensterbrett und die Papierschnipsel vom Basteln auf dem Sideboard.

Es ist nicht das Staubwischen, das so viel Zeit beansprucht. Es ist das Aufräumen.

Du räumst das Buch ins Regal, den Haargummi ins Badezimmer, die Zeitschrift ins Altpapier, die Becherlupe ins Kinderzimmer, das Käppi in den Flur und die Papierschnipsel in den Abfall.

Das kostet Zeit. Damit bist du allein schon fast fünf Minuten beschäftigt. Das Staubwischen kommt dann noch dazu.

Gewöhn dir an, Aufräumen und Staubwischen bzw. generell das Putzen zu entkoppeln.

Bei uns läuft das immer so ab, dass Sonntagabend aufgeräumt wird, weil Montagvormittag alle zwei Wochen unsere Putzfee kommt. In unaufgeräumten Zimmern putzt unsere Putzfee nicht. D.h. wer sein Zimmer nicht aufgeräumt hat, der darf selbst putzen.

Und wenn Putzfee Mama in der anderen Woche durch die Zimmer saugt, dann gilt das gleiche, aber noch verschärft. Was dann noch auf dem Boden herumliegt, findet derjenige in einer Mülltüte im Dachboden wieder. Da bin ich konsequent. Deswegen wird auch aufgeräumt.

Falls du das Aufräumen lieber selbst erledigst, dann entkopple es unbedingt vom Putzen. Will heißen, räum am Abend auf, wenn du am nächsten Tag sauber machen möchtest. Du wirst sehen, dass entstresst ungemein.

Lass dich nicht unterbrechen

Du bist am Staubwischen, das Telefon klingelt. Du gehst ran. Es könnte ja etwas Wichtiges sein.

Du machst gerade weiter, dein Handy summt, weil du eine WhatsApp-Nachricht bekommen hast. Du musst nachschauen, die Neugierde siegt, außerdem könnte es ja etwas Wichtiges sein.

Während du noch die Nachricht liest, klingest es an der Tür. Der Postbote fragt dich, ob du ein Paket für die Nachbarn annehmen kannst. Natürlich kannst du.

Eh du dich versiehst, sind zehn Minuten vergangen, ohne dass du auch nur ein Staubkorn oder einen Staubflusen entfernt hast.

Wenn du dich immer wieder unterbrechen lässt, wirst du nie fertig werden.

Also lass den Anrufbeantworter oder die Mailbox rangehen, schalte dein Handy auf lautlos oder besser noch auf Flugmodus und ignoriere die Türklingel.

Nichts ist so dringend, kein Anruf, kein Paket, dass du es sofort erledigen oder entgegennehmen musst. Oder Niemand liegt auf deinem OP-Tisch, wie es meine geschätzte Kollegin Claudia Kauscheder einmal so treffend in einem Blogartikel genannt hat.

Du bist kein Notfallmediziner. Es geht nicht um Leben und Tod.

Die Anrufer hinterlassen eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter oder der Mailbox oder rufen noch einmal an, wenn es wichtig ist, die WhatsApp-Nachricht ist auch nach 10 Minuten nicht verschwunden und das Paket kann der Postbote bei anderen Nachbarn abgeben oder wieder mitnehmen.

Lass dich nicht unterbrechen, dann bist du auch in fünf Minuten fertig mit Staubwischen.

Lass Bücher mit der Regalkante vorne abschließen

Ich gebe zu, dieser letzte Tipp ist etwas geschummelt, aber wirksam.

Üblicherweise rückt man die Bücher ganz nach hinten an die Regalwand. Das bedeutet, dass vorne eine Fläche bleibt, die zustaubt.

Wenn du stattdessen die Bücher mit der vorderen Regalkante abschließen lässt, wandert die staubbetroffene Fläche hinter die Bücher, wo du und auch kein anderer sie siehst.

Bücher vordere Kante

Du kannst dir also hier das Staubwischen sparen. Und das bringt dich wiederum einen Riesenschritt Richtung fünf Minuten.

 

Das waren meine vier Tipps, mit denen du der 5-Minuten-Staubwisch-Regel näher kommen kannst. Hast du noch mehr? Dann freu ich mich über deine Tipps in den Kommentaren.

Entspannte Grüße
Birgit

Alle Artikel der Serie 52 Schritte, die dein Leben vereinfachen, findest du HIER.

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13 Kommentare
  1. Ilse Maria Lechner says:

    Der Schummeltrick wird bei uns schon seit Jahren angewandt. Von Büchern trenne ich mich so ungern, dass die Versuchung sie zweireihig zu stellen groß ist. Da rettet mich dann immer meine praktische Ader: Was ich nicht sehe, ist fast so wie nicht da. also kann ich alles, was in die zweite Reihe soll, gleich aussortieren. So wichtig ist es mir dann offenbar doch nicht 😉 : Manchmal muss Frau sich einfach selbst überlisten.

    Krimskrams hab ich schon lange reduziert und die wirklich schönen Dinge stehen hinter Glas. Da brauche ich dann auch nicht so oft Staub wischen.

    Alles Liebe
    Ilse

    Antworten
    • Birgit Geistbeck says:

      Ein toller Trick, Ilse: Was ich nicht sehe, ist fast so wie nicht da. also kann ich alles, was in die zweite Reihe soll, gleich aussortieren.

      Und den Tipp mit den geschlossenen Schränke hab ich vergessen, fällt mir gerade ein.

      Lieben Gruß
      Birgit

      Antworten
  2. Jutta Held says:

    Hallo Birgit,

    ich liebe den Tipp mit den Büchern!
    Wobei ich zu der Fraktion „ich horte Bücher“ gehöre und diese meistens zweireihig stehen. Wobei es noch Potential zum nach vorne stupsen gibt:)

    Das mit dem Entkoppeln werde ich in meinen Alltag einbauen!

    Ich freue mich schon auf die nächsten Tipps, die mir mehr Freiraum schenken!

    Liebe Grüsse
    Jutta

    Antworten
    • Birgit Geistbeck says:

      Liebe Jutta,

      ich freu mich, dass dir der Tipp mit den Büchern gefällt. Zum Thema „Bücher zweireihig stellen“ schau doch mal bei Ilses Kommentar 😉

      Ich bin gespannt, wie das Entkoppeln klappt.

      Lieben Gruß
      Birgit

      Antworten
  3. Peter says:

    Hey,

    also das mit dem aufräumen und gleichzeitig staub putzen kenne ich ganz gut, aber iwie hat es sich bei mir so eingebürgert und mir fällt es dann schwer sich nur dem Staubwischen zu widmen.

    LG

    Antworten

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