Die Eltern-Trickkiste

So bekommen Sie Zahnputzverächter, Gemüseverweigerer und alle anderen Widerständler spielend in den Griff


Wenn Sie Kinder haben, kennen Sie sie: die Zahnputzverächter, Gemüseverweigerer, Nicht-ins-Bett-Wollende und Tobsuchtsanfall-Bekommende.

Unsere lieben Kleinen bringen uns immer wieder an das Ende unseres Geduldfadens und fordern uns heraus, besonders kreativ zu sein, um notwendige Dinge des Alltags wie Zähneputzen durchzusetzen.

Wir kennen alle Tipps wie „Verneinungen vermeiden“ oder „eine klare Ansage erteilen“ und viele andere Tipps, die Kinder dazu bringen, Gemüse zu essen  oder sich abends die Zähne zu putzen.

Ute Glaser hat all diese  Tipps von Müttern und Vätern in dem Buch „Die Eltern-Trickkiste“ zusammengetragen. Es ist sozusagen ein Nachschlagewerk entstanden, um die „Krisengebiete des Familienalltags“ zu entschärfen und „das Zusammenleben von Groß und Klein entspannter und glücklicher zu machen“.

Und auch wenn wir Eltern die meisten Tipps schon kennen, tut es gut, sie noch einmal nachzulesen und so daran erinnert zu werden. Denn oftmals versinken die tollen Ideen und Tipps und auch die Gelassenheit im alltäglichen Chaos.

Das Buch ist in verschiedene „Problemzonen“ eingeteilt und beginnt mit dem Thema Sprache. Hier können Eltern schon gleich mal viel Konfliktpotential aus der Situation und überhaupt aus dem Alltag nehmen. Es geht dabei um Tipps wie „eine klare Ansage erteilen“, „Verneinungen vermeiden“ oder auch darum, dass Kinder irgendwie immer alles hören.

Der Abschnitt „Konsequenz“ führt den Lesern vor Augen, wie wichtig es ist, als Eltern konsequent zu sein. Nachdem Konsequenz  bei Kindern sehr wichtig ist und Eltern gerade dieses „Konsequent sein“ nicht hinbekommen, ist eine Auffrischung des bereits vorhandenen Wissens gut. Im Grunde wissen wir alle, wie wichtig Konsequenz ist, aber sie ist eben auch manchmal unheimlich schwer. Ute Glaser deckt sozusagen die meisten Konsquenz-Stolperfallen auf und gibt Tipps, wie man sie umschifft.

Ein großes Kapitel widmet sich  mit vielen schönen Ideen dem Miteinander in der Familie, das überleitet zu den Konfliktklassikern beim Essen, im Bad, im Kinderzimmer, beim Schlafen und unterwegs. Dabei kommen das Aufräumen und Zähneputzen genauso zum Zug wie Reiseübelkeit oder Einschlaf-Hilfen.

Als Auflockerung sind in die einzelnen Kapitel viele Universalrezepte , vor allem viele Spiele, eingefügt, mit denen man einiges bei Kindern erreichen kann.

Ute Glaser bringt in Die Eltern-Trickkiste die einzelnen Tipps ohne viel Psychologisieren auf den Punkt bringt. Die Tipps sind einfach und knackig. Gut gefallen haben mir die persönlichen Erfahrungen und Geschichten, die sie immer wieder erzählt und die schmunzeln lassen.

Das Buch wird empfohlen für alle, die Kinder zwischen 0 und 10 haben, es eignet sich aber vor allem für Eltern von Kleinkindern.

Ute Glaser studierte in Göttingen evangelische Theologie, Geschichte und Erziehungswissenschaften und schloss mit Lehramt an Gymnasien ab. Sie unterrichtet stundenweise an einer Schule und schreibt als Journalistin für Presse und Internet. Die Mutter einer Tochter ist vielfältig ehrenamtlich engagiert und als Autorin für Erziehungsratgeber tätig.

 

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2 Kommentare
  1. Claudia Dieterle says:

    Hallo Frau Geistbeck,
    das ist witzig, dass Sie heute diesen Bericht veröffentlichen. Ich habe gestern Abend einen Vortrag „Kompetente Eltern“ besucht, wo es um genau solche Dinge ging. Den Punkt mit den natürlichen und logischen Konsequenzen, wenn es um das Aufstellen und Einhalten von Regeln geht, fand ich beim Vortrag sehr gut.
    Freundliche Grüße
    Claudia Dieterle

    Antworten
  2. Birgit Geistbeck says:

    Liebe Frau Dieterle,

    das finde ich auch einen wichtigen Punkt. Nur leider fehlt vielen dazu oft die Konsequenz und das Durchhaltevermögen.

    Lieben Gruß
    Birgit Geistbeck

    Antworten

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